02 / 07

Meine Geschichte

Warum ich dir das schreibe

Erkennst du dich hier?

🚿 Nach zwei, drei Tagen ist der Ansatz schon wieder fettig, obwohl die Längen sich trocken anfühlen

💤 Du kratzt dich abends am Kopf, ohne noch darüber nachzudenken

📸 Auf Fotos sieht dein Ansatz anders aus als im Spiegel

💇‍♀️ Der Termin beim Frisör hat nichts daran geändert, wie deine Haare herunterhängen

🕰️ Du hast schon einiges probiert und nach ein paar Wochen wieder aufgehört

Wenn du bei mindestens zwei davon genickt hast, bist du hier genau richtig. Das ist kein Versagen und auch kein Alter, das man hinnehmen muss. Das ist deine Kopfhaut, und die kann man beruhigen.


Ich habe meine Geheimratsecken auf einem Foto entdeckt.

Kein Witz. Als ich mit meiner neuen Haarpflege gestartet bin, wollte ich einfach dokumentieren, ob sich überhaupt etwas verändert. Also Handy raus, Haaransatz fotografiert. Und dann saß ich da, hab auf das Bild geschaut und dachte nur: Moment mal. Seit wann ist da so wenig?

Dabei war das gar nicht der Grund, warum ich überhaupt etwas Neues ausprobiert hatte. Was mich wirklich gestört hat: Meine Haare hingen einfach nur noch runter, irgendwie leblos und ohne die Fülle, die sie mal hatten. Und meine Kopfhaut hat gejuckt, teilweise so schlimm, dass ich mich wund gekratzt habe. Und das, obwohl ich seit Jahren auf reine Naturkosmetik gesetzt hatte und fest davon überzeugt war, meinen Haaren längst etwas Gutes zu tun.

Genau dieser Punkt lässt mich bis heute nicht los: Ich hab mich doch gekümmert und auf gute Produkte geachtet. Und trotzdem hat meine Kopfhaut die ganze Zeit versucht, mir etwas zu sagen, und ich hab es überhört.

Heute sehen meine Haare anders aus. Meine Kopfhaut ist ruhig, ich habe wieder Volumen bis in die Spitzen, an den Geheimratsecken sind Härchen nachgekommen und ich trage die Haare offen. Aus 3 Tagen zwischen zwei Wäschen sind 5 geworden. Das ist meine eigene Erfahrung, die Ergebnisse können bei jeder anders ausfallen. Ein einzelnes Wunderprodukt war dabei nie im Spiel, ich habe verstanden, wo gesundes Haar wirklich anfängt.

Genau das erkläre ich dir in diesem Guide. Kein Fachchinesisch, keine 20 Schritte, nur das, was ich damals selbst so gerne gewusst hätte.

04 / 07

Die 4 häufigsten Kopfhaut-Fehler

Was deiner Kopfhaut jeden Tag zusetzt


1

Zu heiß waschen

Ich liebe heiße Duschen, deshalb sage ich das ohne erhobenen Zeigefinger. Sehr heißes Wasser strapaziert die Kopfhaut zusätzlich. Eine gereizte Kopfhaut ist kein guter Boden für gesundes Haarwachstum. Lauwarm reicht völlig, und die letzten Sekunden kühler abspülen tut der Kopfhaut richtig gut.

2

Silikone, die alles versiegeln

Viele klassische Produkte legen einen Film über Haar und Kopfhaut. Das fühlt sich erstmal glatt und gepflegt an, das war für mich lange das Zeichen, dass ein Produkt „funktioniert". In Wahrheit war es nur Verpackung. Unter dieser Schicht kann die Kopfhaut schlechter atmen, Rückstände lagern sich ab, und mit der Zeit wird das Haar platt und schwer. Der Glanz war geliehen, keine Gesundheit.

3

Aggressive Reinigung

Manche Shampoos reinigen so stark, dass sie der Kopfhaut alles nehmen, auch das, was sie zum Schutz braucht. Die Kopfhaut reagiert darauf oft mit noch mehr Fett oder mit Trockenheit und Jucken. Ein Teufelskreis, den viele Frauen jahrelang mit noch häufigerem Waschen bekämpfen. Sanfte Reinigung, die trotzdem gründlich ist, macht hier den Unterschied.

4

Nach vier Wochen aufgeben

Das ist der größte von allen, und den kenne ich am besten. Ein Haar wächst ungefähr einen Zentimeter im Monat, was heute an deiner Kopfhaut passiert, siehst du in den Längen erst Monate später. Das heißt zum Glück nicht, dass monatelang gar nichts passiert. Bei mir war das Jucken schon nach wenigen Wäschen weg, die ersten Härchen kamen nach etwa 2 bis 3 Monaten, und sichtbar dichter war die Stelle nach ungefähr 10. Die meisten hören genau in der Phase dazwischen auf, in der es unsichtbar schon arbeitet.

Wann du das ärztlich abklären lassen solltest: Pflege kann viel, doch sie kann nicht alles. Wenn dir in kurzer Zeit auffällig viel Haar ausfällt, wenn kahle Stellen entstehen oder deine Kopfhaut nässt, blutet oder dauerhaft schmerzt, dann lass das bitte ärztlich abklären und gegebenenfalls einmal deine Werte checken.

Was den Unterschied macht, ist die richtige Routine mit den passenden Produkten, über Monate durchgehalten.

06 / 07

Eine Sache noch

Haare sind mehr als Haare


Vorher
Vorher
10 Monate später
10 Monate später

Als meine Haare anfingen, sich zu verändern, ging es nie nur um Haare. Viele Frauen, mit denen ich spreche, kennen das: Irgendwann zwischen Job, Kindern und Alltag hört man auf, sich selbst zu pflegen, weil die Energie immer woanders gebraucht wird.

Bei mir hat sich das am deutlichsten beim Frisör gezeigt. Ich war jahrelang ein bis zwei Mal im Jahr dort, mit dem Gedanken, ich sollte mal wieder was machen lassen. Der ehrliche Grund war Geld, es war mir zu teuer, und dazu kam die Rechtfertigung, dass meine Haare ohnehin langweilig waren und meistens hochgebunden. Also wofür. Heute gehe ich alle 3 Monate, einfach weil ich Lust darauf habe.

Das ist ein Kreis, aus dem man allein schwer herauskommt. Ich habe an der Stelle gespart, an der ich mich hätte gut fühlen können, und weil ich mich nicht gut gefühlt habe, war es das Geld erst recht nicht wert.

Die paar Minuten Kopfhaut-Routine am Morgen oder Abend sind deshalb mehr als Haarpflege. Es ist ein kleiner Moment am Tag, der nur dir gehört. Und ich hätte nie gedacht, wie viel so ein Moment verändern kann, wenn man ihn sich lange nicht mehr gegönnt hat.