Über 10 Jahre hab ich fast ausschließlich Naturshampoos benutzt, ganz bewusst ausgesucht, und war mir ziemlich sicher, dass ich meine Haare gut pflege. Nachlässig war das nicht, im Gegenteil. Ich hab mich um meine Haare gekümmert, nur eben um die Längen und die Spitzen, und die Kopfhaut dabei komplett ignoriert.
Gemerkt hab ich trotzdem was, ich hab mich zeitweise wund gekratzt. Ich wusste nur nicht, wie ich das wieder wegbekomme, und irgendwann hab ich gedacht, das ist dann eben so.
Vielleicht geht es dir gerade ähnlich. Mittwochabend, 21:30 Uhr, die Kinder schlafen endlich, du stehst mit nassen Haaren im Bad, und im Regal steht das Kopfhautpeeling, das du dir irgendwann mitgenommen hast und bei dem du bis heute nicht so richtig weißt, wann es eigentlich dran ist… also nimmst du das Handy und suchst, wie oft das sinnvoll ist und ob es vor oder nach dem Shampoo kommt.
Die kurze Antwort: jede 3. bis 4. Haarwäsche, höchstens 1 Mal pro Woche. Ob vor oder nach dem Shampoo, geht beides, ich nehme es nach dem ersten Shampoo.
WERBUNG: Ich arbeite als unabhängige MONAT-Beraterin. Im Artikel empfehle ich dir kein Produkt. Am Ende findest du mein Haar-Quiz, wenn du dich kostenlos beraten lassen möchtest, was zu deinem Haar und deiner Kopfhaut passt.
Warum die Kopfhaut überhaupt ein Peeling braucht
Deine Kopfhaut ist Haut, und das klingt banal, bis du sie mit deinem Gesicht vergleichst. Da käme keine von uns auf die Idee, monatelang nur zu waschen und sonst nichts. Auf dem Kopf machen wir genau das, weil die Haare darüber liegen und du ohnehin nichts siehst.
Dabei sammelt sich dort einiges an: Talg, abgestorbene Hautschüppchen, Reste von Shampoo, Conditioner und Stylingprodukten, dazu Kalk aus dem Wasser und alles, was über den Tag an Umwelteinflüssen dazukommt, von Staub bis Abgasen. Das alles verschwindet beim normalen Waschen nicht vollständig und legt sich nach und nach in Schichten auf die Kopfhaut. Ein Kopfhautpeeling löst genau diese Schichten.
Wie sich das äußern kann, hab ich in 2 anderen Artikeln ausführlich beschrieben, einmal für den Fall, dass die Kopfhaut juckt und spannt, und einmal für den Fall, dass der Ansatz schnell nachfettet. Beides hat dieselbe Wurzel.
Wie sich das erste Kopfhautpeeling angefühlt hat
Nach der ersten Anwendung haben sich meine Haare und meine Kopfhaut so sauber angefühlt wie noch nie, und das hat mich selbst überrascht, weil ich ja dachte, sauber ist sauber. Es war ein anderes Gefühl, so als hätte jemand eine Schicht abgenommen, von der ich gar nicht wusste, dass sie da liegt.
Ich mag es bis heute. Jede 3. bis 4. Haarwäsche kommt dieses Gefühl wieder, und es ist einer der wenigen Pflegeschritte, auf die ich mich echt freu!
Wie ich das Kopfhautpeeling anwende
In meiner Haarpflege-Routine funktioniert es wie ein Shampoo. Ich nehme es in die Hände, verreibe es dort kurz, also emulgiere es auf, und verteile es dann auf der Kopfhaut. Die Längen lasse ich dabei aus, die bekommen beim Ausspülen ohnehin genug davon ab.
Bei der Reihenfolge mach ich das Peeling als zweiten Shampoo-Schritt. Zuerst wasch ich ganz normal mit dem Shampoo, das grad dran ist, je nachdem, was meine Haare brauchen, dann kommt das Peeling auf die Kopfhaut und erst danach Maske oder direkt Conditioner in die Längen.
Andersherum geht es genauso, also erst das Peeling und danach das Shampoo. Ich bleibe bei meiner Reihenfolge, weil ich so weniger Peeling brauche. Beim zweiten Waschgang schäumt ohnehin alles leichter auf, egal ob Shampoo oder Peeling, und der erste Gang hat Stylingreste, Fett und überschüssiges Öl schon heruntergeholt. So kommt das Peeling direkt an die Schichten, um die es geht.
Wie oft ein Kopfhautpeeling sinnvoll ist
Rechne in Haarwäschen statt in Wochen: jede 3. bis 4. Wäsche, und höchstens 1 Mal pro Woche. Genau so empfehle ich es auch meinen Kunden.
Bei mir sind das heute etwa 3 Wochen von einem Peeling zum nächsten. Am Anfang, als ich noch alle 3 bis 4 Tage waschen musste, waren es etwa 2. Wer alle 2 Tage wäscht, ist also schneller wieder dran als jemand, der 1 Mal die Woche wäscht.
Ein Kopfhautpeeling ist damit kein Schritt für jede Wäsche, eher der Reset zwischendurch.
Was rund um das Peeling passiert
Hier geht es nur ums Peeling. Wo das Öl in meiner Routine seinen Platz hat und welche 4 Kopfhaut-Fehler die meisten von uns machen, steht im Kopfhaut-Code. Ich schicke ihn dir sofort, für 0 Euro.
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Guide jetzt lesen2 Arten von Kopfhautpeeling und wann welches passt
Ich hab 2 davon im Bad stehen und wechsle bewusst ab, weil sie unterschiedlich arbeiten.
- Das körnige. Das ist der Klassiker, an den die meisten denken, wenn sie Peeling hören. Du spürst die Körnung beim Massieren, oft ist es Zucker, dazu kommen meist Fruchtsäuren und Tonerde, es trägt also ab und löst gleichzeitig.
- Das ohne Körnung. Es arbeitet ausschließlich über Fruchtsäuren und kommt ganz ohne Partikel aus. Dadurch fühlt es sich deutlich sanfter an, und wenn deine Kopfhaut empfindlich ist oder schuppt, ist es für mich die bessere Wahl.
Als es bei mir noch stark gejuckt hat, hab ich am Anfang ausschließlich das Sanfte ohne Körnung benutzt, zusammen mit einem Serum für die Kopfhaut. Nach wenigen Wäschen hat sich meine Kopfhaut damit deutlich ruhiger angefühlt, und erst später kam das körnige im Wechsel dazu. Das ist meine eigene Erfahrung, bei dir kann es anders laufen, und wenn deine Kopfhaut gerade gereizt ist, würde ich genauso anfangen.
Was passieren kann, wenn du zu oft peelst
Die Kopfhaut hat eine Schutzschicht, und wenn du sie alle paar Tage abträgst, kommt sie nicht hinterher. Das Problem ist dann die Häufigkeit und nicht das Peeling.
Ich selbst hab damit noch nie ein Problem gehabt, weil ich beim Abstand geblieben bin. Wenn du nach einer Anwendung Rötungen, Brennen oder Spannen bemerkst, lass die nächste ausfallen und geh danach auf den größeren Abstand.
Wann du das ärztlich abklären lassen solltest
Ein Peeling ist Pflege und keine Behandlung. Wenn deine Kopfhaut dauerhaft juckt, wenn Stellen nässen oder bluten, wenn die Schuppen dick und gelblich sind oder du kahle Stellen bemerkst, dann gehört das ärztlich abgeklärt und nicht weggepflegt. Lass bei der Gelegenheit gegebenenfalls einmal deine Werte checken.
Eine ärztliche Abklärung und eine gute Pflegeroutine schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich.
Häufige Fragen zum Kopfhautpeeling
Wie oft sollte man ein Kopfhautpeeling machen?
Rechne in Haarwäschen statt in Wochen: jede 3. bis 4. Wäsche, und höchstens 1 Mal pro Woche. Öfter muss es nicht sein, und mehr hilft hier auch nicht. Wenn deine Kopfhaut empfindlich ist, fang lieber mit dem größeren Abstand an und schau, wie sie darauf reagiert.
Kopfhautpeeling vor oder nach dem Shampoo?
Beides geht. Ich mache es als zweiten Shampoo-Schritt, also erst das Shampoo, dann das Peeling auf die Kopfhaut und erst danach Maske oder Conditioner in die Längen. So brauche ich weniger Peeling, weil beim zweiten Waschgang ohnehin alles leichter aufschäumt.
Wie wende ich ein Kopfhautpeeling richtig an?
Wie ein Shampoo. Ich nehme es in die Hände, verreibe es dort kurz, also emulgiere es auf, und verteile es dann auf der Kopfhaut, nicht in den Längen. Danach massiere ich es mit den Fingerkuppen ein und spüle gründlich aus. Die Längen bekommen beim Ausspülen genug davon ab, extra einschäumen musst du sie nicht.
Kopfhautpeeling bei gefärbten Haaren?
Nach einer frischen Farbe würde ich warten. Ein Peeling reinigt gründlich, und das wäscht frische Farbe schneller aus. Frühestens 2 Wochen nach dem Färben wieder peelen, danach spricht nichts dagegen.
Kann man ein Kopfhautpeeling selber machen?
Zucker oder Salz mit etwas Öl liest du ständig, und günstiger ist es auf jeden Fall. Die Körnung ist dabei allerdings grob und ungleichmäßig, und auf einer schon gereizten Kopfhaut kann das mehr scheuern als reinigen. Wenn du es ausprobierst, arbeite ohne Druck und hör auf, sobald es brennt.
Kopfhautpeeling bei empfindlicher Kopfhaut oder Schuppen?
Dann würde ich zu einem Peeling ohne Körnung greifen, das nur über Fruchtsäuren arbeitet, und das körnige erstmal weglassen. Bei mir hat sich die Kopfhaut damit nach wenigen Wäschen deutlich ruhiger angefühlt, Ergebnisse können variieren.
Was sich bei mir mit der Zeit verändert hat
Größere Waschabstände und ein Ansatz, der nicht mehr so schnell fettet, kamen bei mir erst mit der ganzen Routine und haben ein paar Monate gebraucht.
Vorher waren meine Haare halt Haare, und ich hab sie gewaschen, fertig. Dass ich mal lerne, wie das richtig geht, hätte ich never ever gedacht.
Meine ganze Routine, Schritt für Schritt
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Guide jetzt lesenUnd welches passt zu deinen Haaren?
Ob bei dir eher das körnige oder das sanfte richtig ist, hängt davon ab, in welchem Zustand deine Kopfhaut gerade ist. In meinem Haar-Quiz beantwortest du 8 Fragen und siehst deine Auswertung direkt danach auf dem Bildschirm. Wenn du magst, schickst du sie mir per WhatsApp oder E-Mail, dann schaue ich persönlich drüber und sage dir, was zu deinem Haar und deiner Kopfhaut wirklich passt.
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Was hilft gegen juckende Kopfhaut? Warum ich 10 Jahre am falschen Ende gesucht habe
Ich bin Daniella, Mama von 2 Kindern. Hier schreibe ich darüber, was sich bei mir geändert hat, seit die Kopfhaut ihre eigene Pflege bekommt, und was davon ich meinen Kunden weitergebe.
Ich teile hier meine eigene Erfahrung und ersetze keinen ärztlichen Rat.