Kurz nach 8 Uhr im Büro, die Kinder sind in Schule und Kita abgegeben, du ziehst die Mütze vom Kopf und der Ansatz liegt platt und fettig an, obwohl du erst vorgestern gewaschen hast… und als du aus dem Mantel schlüpfst, bleiben dir die Spitzen am Kragen hängen und fühlen sich an wie Stroh.
WERBUNG: Ich arbeite als unabhängige MONAT-Beraterin. Im Artikel empfehle ich dir kein Produkt. Am Ende findest du mein Haar-Quiz, wenn du dich kostenlos beraten lassen möchtest, was zu deinem Haar und deiner Kopfhaut passt.
Bei mir kam zu den Spitzen vom Foto jeden Winter noch die Kopfhaut dazu. Gejuckt hat es damals fast jeden Tag und ganz plötzlich, im Zug auf dem Weg in die Arbeit oder abends auf der Couch, und im Winter hab ich mich zeitweise wund gekratzt, definitiv schlimmer als im Sommer, bestimmt auch durch die trockene Heizungsluft. Ich wusste nur nicht, wie ich das wieder wegbekomme, und irgendwann hab ich gedacht, das ist dann eben so.
Trockene Haare im Winter haben selten nur eine Ursache: Die Heizungsluft zieht Feuchtigkeit aus den Längen, zu heißes Wasser strapaziert die Kopfhaut, unter der Mütze fettet der Ansatz schneller, und Schal und Kragen reiben jeden Tag an den Spitzen. Ich bin keine Friseurin und auch keine Winterexpertin, hier steht, was ich bei meinen eigenen Haaren beobachtet hab und was ich heute anders mach.
Warum trockene Haare im Winter so viel häufiger sind
Draußen ist es kalt, drinnen läuft die Heizung, und die Luft in geheizten Räumen ist deutlich trockener als im Sommer. Das merkst du zuerst an Lippen und Händen, und deine Haare trifft es genauso, nur fällt es dort später auf.
Am stärksten zeigt sich das an den Spitzen. Sie sind der älteste Teil deines Haares und haben oft schon Jahre mit Föhnen, Färben und Bürsten hinter sich. Was dort an Feuchtigkeit fehlt, kommt im Winter nicht von allein zurück.
Heiß duschen, wenn du völlig durchgefroren bist
Du kommst nach Hause, bist durch und durch kalt, stellst dich unter die Dusche und drehst das Wasser immer weiter auf, und raus willst du da so schnell auch nicht wieder… ich kenn das so gut.
Für die Kopfhaut ist das zusätzlicher Stress, gerade wenn sie sich durch die Heizungsluft sowieso schon trocken anfühlt. Mehr zu heißem Wasser und fettigem Ansatz steht im Artikel über fettige Kopfhaut.
Was ich heute mache, auch im Winter: Den Körper darf ich warm duschen, fürs Haar dreh ich die Temperatur deutlich runter. Lauwarm reicht völlig, und es hat sich bei mir vom ersten Mal an besser angefühlt.
Heute juckt meine Kopfhaut nur noch selten, meistens am 4. oder 5. Tag nach dem Waschen, wenn ohnehin die nächste Wäsche dran wäre. Was bei mir geholfen hat, steht im Artikel Was hilft gegen juckende Kopfhaut.
Die Mütze: warum dein Ansatz darunter schneller fettet
Mützen find ich doof, und zwar nicht wegen des Looks, sondern weil sie meine Haare platt drücken und der Ansatz darunter viel schneller fettet. Am liebsten würd ich ohne gehen, nur frieren mir dann die Ohren, also trag ich sie doch, und nur wenn ich kurz raus muss, bleibt sie weg.
Meine Erklärung dafür: In der Mütze sammeln sich mit der Zeit Talg und Hautschüppchen, und wer wäscht schon alle 2 Tage die Mütze? Jedes Mal, wenn du sie wieder aufsetzt, landet ein Teil davon zurück am frisch gewaschenen Ansatz. Dazu kommt die Wärme darunter und das Andrücken, beides kenn ich auch vom Dutt, bei dem der Ansatz ebenfalls früher fettet als bei offenen Haaren.
2 Dinge haben sich bei mir bewährt:
- Mützen öfter waschen. Ich versuch es zumindest, und es macht einen Unterschied, gerade bei der Mütze, die du jeden Tag trägst.
- Den Waschrhythmus ehrlich anpassen. Im Winter wasche ich öfter als im Sommer, und das ist völlig in Ordnung.
Die Kopfhaut immer trocken föhnen, gerade im Winter
Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte überhaupt, und im Winter noch mehr. Eine Kopfhaut, die stundenlang feucht bleibt, ist ein guter Nährboden für Hefen und Bakterien, und sie fängt dann schneller an zu jucken. Wenn du morgens mit feuchtem Ansatz die Mütze aufsetzt und die Kinder zur Kita bringst, hält sich genau dieses Klima darunter noch länger.
Deshalb föhne ich zumindest den Ansatz immer trocken, mit Hitzeschutz, etwas Abstand und mittlerer Hitze, dann strapaziert das Föhnen die Längen nicht mehr als nötig.
Statisch aufgeladene Haare: Wolle, Synthetik und trockene Luft
Du ziehst den Pulli über den Kopf oder nimmst die Mütze ab, und die Haare fliegen in alle Richtungen und kleben am Mantelkragen. Statisch aufgeladene Haare entstehen durch Reibung, an Synthetik meistens noch stärker als an Wolle, und in trockener Heizungsluft kann sich die Ladung schlechter abbauen als im Sommer.
Je trockener das Haar ist, desto stärker fällt das auf.
Bei mir hilft dagegen tatsächlich Pflege, die im Haar bleibt. Ein paar Tropfen Öl in die Längen gehen jederzeit zwischendurch. Ich nehm ins trockene Haar nicht mehr als 2 bis 3 Tropfen, sonst ist es für meine Haare zu viel, aber das ist wirklich total individuell, und sehr trockene Haare vertragen oft deutlich mehr. Dafür musst du nicht extra Haare waschen, oder du nimmst eine Pflege, die ins handtuchtrockene Haar kommt und nicht ausgespült wird. Seitdem fliegen meine Haare deutlich weniger.
Trockene Spitzen: Schal, Kragen und Kälte
Der Schal im Winter reibt jeden Tag an derselben Stelle, genauso wie der Kragen vom Mantel und der grobe Strick. Das raut die Längen auf, und aufgeraute Spitzen verlieren noch schneller Feuchtigkeit.
Mein eigentliches Problem waren dabei gar nicht die Spitzen, sondern die Kopfhaut, und die Haare hingen platt und ohne Volumen runter, obwohl ich mich fast nur um Längen und Spitzen gekümmert hab. Geändert hat das erst eine neue Routine zusammen mit Produkten, die an der Kopfhaut ansetzen, und dazu Pflege, die in den Spitzen bleibt und die ich nicht direkt wieder ausspüle.
Woran du erkennst, ob deine Spitzen nur trocken sind oder wirklich brechen, und was dann hilft, steht im Artikel Haarbruch stoppen. Und wenn bei dir beides zusammenkommt, also trockene Spitzen und ein Ansatz, der schnell fettet, dann lies den Abschnitt zu trockenen Spitzen im Artikel über fettige Kopfhaut.
Was ich im Winter anders mache als früher
Das mache ich heute anders, und das meiste davon gilt bei mir das ganze Jahr:
- Lauwarm waschen, auch wenn ich durchgefroren bin
- Shampoo nur auf die Kopfhaut, Conditioner ab Ohrhöhe abwärts
- Den Ansatz immer trocken föhnen, bevor die Mütze draufkommt
- Öl am Abend vor etwa jeder zweiten bis dritten Wäsche auf die Kopfhaut und in die Längen, über Nacht, etwas, das ich 41 Jahre lang nie gemacht hatte
- Mützen öfter waschen und im Winter öfter Haare waschen als im Sommer
Meine Haarwäsche als Checkliste fürs Bad
Wo das Öl am Abend davor seinen Platz hat, in welcher Reihenfolge die Schritte kommen und wie lange das Shampoo einwirken darf, hab ich dir als Checkliste fürs Bad zusammengeschrieben, zum Ausdrucken und fürs Handy. Du bekommst es zusammen mit dem Kopfhaut-Code, meinem Guide zu den 4 Fehlern, die fast jede Frau an ihrer Kopfhaut macht.
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Guide jetzt lesenWann du das ärztlich abklären lassen solltest
Trockene Haare im Winter sind normal. Wenn deine Kopfhaut aber dauerhaft stark juckt, schuppt, gerötet oder wund ist, wenn sich die Beschwerden trotz sanfter Pflege über Wochen nicht bessern oder wenn du plötzlich deutlich mehr Haare verlierst, dann lass das ärztlich abklären und gegebenenfalls einmal deine Werte checken.
Häufige Fragen zu trockenen Haaren im Winter
Warum sind meine Haare im Winter so trocken?
Weil mehrere Dinge zusammenkommen: Die Heizungsluft ist trocken, wir duschen heißer und länger, und Mütze, Schal und Kragen reiben an den Längen. Am deutlichsten merkst du es an den Spitzen, weil sie der älteste Teil deines Haares sind.
Warum sind meine Haare im Winter so statisch aufgeladen?
Statisch aufgeladene Haare entstehen durch Reibung an Mütze, Schal und Pulli, an Synthetik meistens noch stärker als an Wolle. In der trockenen Heizungsluft baut sich die Ladung schlechter ab als im Sommer, und je trockener das Haar ist, desto stärker fällt es auf.
Was hilft gegen statisch aufgeladene Haare?
Bei mir hilft Pflege, die im Haar bleibt, also Öl in den Längen, gern auch zwischendurch, oder eine Pflege, die nicht ausgespült wird. Wie viel Öl für dich passt, ist sehr individuell. Seitdem fliegen meine Haare deutlich weniger.
Warum fetten meine Haare unter der Mütze schneller?
Ich erkläre es mir so, dass sich in der Mütze Talg und Hautschüppchen sammeln und beim Aufsetzen wieder am Ansatz landen, dazu kommen Wärme und Druck. Bei mir hilft es, die Mützen öfter zu waschen.
Sollte ich meine Haare im Winter seltener waschen?
Bei mir ist es eher umgekehrt, im Winter wasche ich öfter als im Sommer, weil der Ansatz unter der Mütze schneller fettet. Wichtiger als die Häufigkeit ist für mich, lauwarm zu waschen und den Ansatz danach immer trocken zu föhnen.
Was hilft gegen trockene Spitzen im Winter?
Bei mir hilft lauwarm waschen und eine Pflege, die in den Spitzen bleibt, und ab und zu tut den Spitzen auch eine Haarmaske als Intensivpflege gut. Der Conditioner kommt bei jeder Wäsche als letzter Schritt, auch nach einer Maske, und zwar ab Ohrhöhe abwärts, weil er die Schuppenschicht wieder anlegt. Wie du erkennst, ob die Spitzen nur trocken sind oder schon brechen, liest du im Artikel Haarbruch stoppen.
Und wie sieht dein Ansatz aus, wenn du morgen die Mütze abnimmst?
Wenn du kurz nach 8 Uhr im Büro die Mütze vom Kopf ziehst und der Ansatz platt anliegt, hast du meistens gar nichts falsch gemacht, und an fast jeder dieser Stellen im Alltag kannst du selbst etwas drehen. Wenn du morgen früh wieder mit feuchtem Ansatz an der Garderobe stehst, fang damit an, ihn noch kurz trocken zu föhnen, bevor die Mütze draufkommt.
Bei mir hat die größte Veränderung gar nicht beim Winter angefangen, sie hat bei der Kopfhaut angefangen, und genau deshalb fühlt sich der Winter heute ganz anders an als früher.
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Guide jetzt lesenUnd was passt zu deinem Haar?
Ob bei dir eher die Kopfhaut, der Waschrhythmus oder die Längen im Vordergrund stehen, ist von Frau zu Frau verschieden. In meinem Haar-Quiz beantwortest du 8 Fragen und siehst deine Auswertung direkt danach auf dem Bildschirm. Wenn du magst, schickst du sie mir per WhatsApp oder E-Mail, dann schaue ich persönlich drüber und sage dir, was zu deinem Haar und deiner Kopfhaut wirklich passt.
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Ich bin Daniella, Mama von 2 Kindern. Hier schreibe ich darüber, was sich bei mir geändert hat, seit die Kopfhaut ihre eigene Pflege bekommt, und was davon ich meinen Kunden weitergebe.
Ich teile hier meine eigene Erfahrung und ersetze keinen ärztlichen Rat.